borobudur_eastgate

Unsere weltweit wohl größte und sicherlich beeindruckendste buddhistische Stupa.

Das Monument wurde um die Wende vom 8. zum 9. Jahrhundert gebaut, ein vorhandener Hügel wurde dabei mit sechs quadratischen und drei kreisförmigen Plattformen ummantelt. Es ist mit über 500 Buddha-Statuen in verschiedenen Größen bestückt und verfügt über fast 3.000 Reliefplatten sowohl erzählerischen als auch dekorativen Charakters. Wenn horizontal ausgerichtet, würden diese Reliefs mehr als 2.500 Quadratmeter bedecken. Der Borobudur ist seit 1991 ein Weltkulturerbe der UNESCO.

Der Sockel des Tempels befindet sich in einer stützenden Umhüllung, die in der letzten Bauphase des Monuments errichtet wurde: Es zeigte sich, dass sonst das schiere Gewicht des Tempels ihn den Hügel, auf dem er errichtet wurde, „abrutschen“ lassen würde. Die Wände der Umhüllung verdecken damit die Reliefs des Sockels. Nur ein kurzer Abschnitt dieser Erzählungen sind freigelegt worden und können direkt an der Grundplattform betrachtet werden.

Eine Ebene weiter hinauf bringt Sie auf die erste Galerie, die die am besten erhaltenen Reliefs enthält. Auf über 700 Platten wird das frühe Leben des Buddha, seine Inkarnationen und tugendhaften Taten erzählt.

Die drei runden, oberen Plattformen enthalten Buddha-Statuen die in Stupas sitzen und meditieren. Gläubige, die alle unteren Galerien umrundet und alle Erzählungen auf den Reliefs studiert haben, haben damit eine fortgeschrittene Stufe der Erleuchtung und Reinigung erreicht. Eine große zentrale Stupa, 35 Meter über dem Boden, bildet die Spitze des Tempels.

Galery on Borobudur

Borobudur Buddha

Relief with ship

Museen

Das eher altmodische Museum Karmawibhangga zeigt Fotos von den umfangreichen Renovierungen, denen der Borobudur unterzogen wurde nachdem er für eintausend Jahre von Dschungel bedeckt war, sowie Fotos der von der Ummantelung verdeckten Sockelreliefs.

Das neuere Samudra Raksa Museum zeigt einen Nachbau in Echtgröße des berühmten Borobudur Schiffes, das in Stein gehauen auf der 1. Galerie zu sehen ist.

Zugänglichkeit

Die Denkmalbehörde am Borobudur ist sehr bemüht, die Zugänglichkeit an dem Tempel zu verbessern, was aufgrund der strengen Bauvorschriften in einem UNESCO-Weltkulturerbe eine schwierige Aufgabe ist. Es wurde bereits eine Rampe auf die Basisplattform des Tempels gebaut.

Der Tempel kann bis hin zu den obersten Galerien besucht werden; wegen zahlreicher steiler und unebener Treppen mag dies jedoch für Menschen mit Mobilitätseinschränkung, selbst mit der vollen Unterstützung unseres geschulten Teams, kein einfaches Ziel sein. In jedem Falle aber ist die erste Galerie relativ leicht zu erreichen. Entlang seiner Innenwände findet man die am besten erhaltensten und interessantesten Reliefs.

Besucher mit Sehbehinderung können Reliefs und Statuen mit Handschuhen ertasten, die wir für Sie bereitstellen. Die Denkmalbehörde besitzt ein 1 × 1 Meter hohe Nachbildung des Borobudur, die auf Anfrage besucht werden kann.

Für ausführlichere Informationen mit Fotos über die Zugänglichkeit am Borobudur kontaktieren Sie uns bitte.