Tau Tau in Londa

Nur wenige Kilometer südlich von Rantepao liegen diese beiden größten und bekanntesten Felsengrabstätten. Es sind vertikale Klippen umgeben von dichtem Dschungel, die Raum für zahlreiche Gräber bieten. Beide Orte sind bekannt für ihre Tau Tau. Sie stehen auf in den Felsen gehauenen Balkonen, um die Toten zu begleiten – ein Privileg, das nur Adelsfamilien erlaubt ist und auch nur diese sich leisten können.

Tau Tau gelten als Symbolisierung der Toten. Sie sind aus Jackfruchtholz geschnitzt, dessen weißer Saft Reinheit darstellt, während sein gelbliches Holz am besten menschlicher Haut ähnelt. Ihre Arme sind mit den Handflächen nach oben ausgestreckt, um Segen zu geben. Heutzutage werden kaum noch neue Tau Tau vor die Gräber gesetzt, seit in den 1980gern die Grabstätten immer häufiger geplündert wurden. Stattdessen werden sie meist auf privaten Grundstücken hinter Metallzäunen aufbewahrt.

In Londa wird der untere Teil der Klippe als Grabstätte genutzt. Die Särge einfacher Menschen werden in Höhlen und Spalte am Fuße des Hügels gelegt, während die Überreste von Personen höheren Ranges in Grabkammern in der Kalksteinwand Ruhe finden, je höher der Rang, desto höher die Kammer.

 Hängende Gräber in Londa
Lemo

Lemo wird seit dem 16. Jahrhundert als Begräbnisstätte verwendet. Über 70 Kammern sind in den Felsen eingeschlagen worden, jede enthält die Überreste einer ganzen Familie, platziert in Reihen und Schichten. Es dauert bis zu zwei Jahren eine solche Kammer fertigzustellen.

Zugänglichkeit

Londa und Lemo sind schwer zugänglich. Sie liegen am Boden von Tälern, lange Treppen führen dort hinunter. Unser Team steht bereit denjenigen zu assistieren, die die Gräber aus der Nähe sehen möchten. Beide Orte können auch von leicht erreichbaren Aussichtsplattformen aus betrachtet werden, allerdings aus grösserer Ferne. Für ausführlichere Informationen mit Fotos über die Zugänglichkeit in Lemo und Londa kontaktieren Sie uns bitte.